5 Minuten|Aktualisiert: 15.01.2026
Autor: Quentin Arts
Arbeiten in der Schweiz zieht immer mehr Menschen an, insbesondere wegen der Gehälter, die deutlich höher sind als in Deutschland oder anderen EU-Ländern. Aber wie viel kann man wirklich erwarten? Wie hoch sind die Durchschnittslöhne nach Beruf und Kanton? Und vor allem: Was bleibt nach Steuern netto übrig? In diesem Artikel liefern wir Ihnen alle Schlüsselzahlen, um den Schweizer Arbeitsmarkt und die bestbezahlten Sektoren zu verstehen.
Entwicklung des Medianlohns in den letzten Jahren
Im Jahr 2026 bestätigen Analysten, dass der Brutto-Medianlohn weiter steigt. Der Schweizer Medianlohn liegt bei rund CHF 6'800 pro Monat für eine Vollzeitstelle (über CHF 80'000 jährlich). Der Durchschnittslohn (arithmetisches Mittel) liegt höher und übersteigt CHF 95'000 jährlich, getrieben durch hohe Einkommen in der Finanz- und Pharmabranche.
Unterschied zwischen Median- und Durchschnittslohn
Der Medianlohn ist repräsentativer für das "typische" Einkommen: 50% der Arbeitnehmer verdienen weniger, 50% verdienen mehr. Der Durchschnittslohn wird durch sehr hohe Einkommen nach oben gezogen.
Lohnunterschiede und Sektoren
Frauen verdienen im Durchschnitt immer noch weniger als Männer, eine Lücke, die der Bund aktiv bekämpft. Im öffentlichen Sektor sind die Einstiegslöhne für weniger qualifizierte Stellen oft höher als in der Privatwirtschaft, doch bietet die Privatwirtschaft deutlich höhere Perspektiven für Führungskräfte.
Es gibt einen echten Lohn-Graben ("Röstigraben"). Während die Löhne überall hoch sind, explodieren sie regelrecht in Regionen mit grossen Finanz- und Pharmakonzernen.
Die Top-Kantone
Zürich, Zug und Basel-Stadt bilden das Spitzentrio. In Basel treibt die Chemie- und Pharmaindustrie (Roche, Novartis) die Durchschnitte nach oben. In Zürich und Zug sorgen der Finanzsektor und attraktive Steuerbedingungen für hohe Vergütungen.
| Kanton | Monatlicher Medianlohn (Brutto, ca. 2026) | Schlüsselsektoren |
|---|---|---|
| Zürich (ZH) | ~ CHF 8'000+ | Finanzen, Banken, Tech |
| Basel-Stadt (BS) | ~ CHF 7'850 | Pharma, Chemie, Life Sciences |
| Genf (GE) | ~ CHF 7'600 | Int. Org., Private Banking, Handel |
| Zug (ZG) | ~ CHF 7'500+ | Rohstoffhandel, Krypto, Hauptsitze |
| Waadt (VD) | ~ CHF 6'900 | Gesundheit (CHUV), Bildung (EPFL), Nestlé |
| Neuenburg/Jura | ~ CHF 6'500 | Uhrenindustrie, Mikrotechnik |
| Tessin (TI) | ~ CHF 5'400 | Tourismus, Dienstleistungen (Tiefere Löhne) |
Quellen: Schätzungen basierend auf der Lohnstrukturerhebung (BFS) projiziert für 2026.
Fokus auf Genf und die Romandie (Für französischsprachige Grenzgänger)
Genf bleibt der attraktivste Kanton für Grenzgänger aufgrund der Löhne, die mit Zürich konkurrieren. Doch die Konkurrenz ist gross.
Der Kanton Waadt (Lausanne) ist eine zunehmend beliebte Alternative: Die Löhne sind etwas niedriger als in Genf, aber die Lebensqualität wird oft als entspannter empfunden.
Nettolohn für Grenzgänger
Das ist die wichtigste Frage. Nehmen wir einen Bruttolohn von CHF 6'000/Monat:
Einmal in Euro umgerechnet, ist die Kaufkraft für einen Grenzgänger, der in Deutschland oder Frankreich lebt, beträchtlich.
Die folgenden Daten stellen beobachtete Bruttojahreslöhne dar. Nutzen Sie diese als Richtwert für Lohnverhandlungen.
| Rang | Beruf | Jahreslohn (Oberer Bereich) |
|---|---|---|
| 1 | Facharzt / Chirurg | bis zu CHF 800'000 |
| 2 | Spezialisten (Medizin) | ~ CHF 250'000 |
| 3 | Bankdirektor | CHF 200'000 – 600'000 |
| 4 | CFO (Finanzchef) | CHF 180'000 – 320'000 |
| 5 | CEO / Geschäftsführer | CHF 150'000 – 400'000+ |
| 6 | CTO / Senior IT | CHF 130'000 – 180'000 |
| 7 | Steueranwalt | CHF 120'000 – 190'000 |
| 8 | Zahnarzt | CHF 150'000 – 220'000 |
| 9 | Linienpilot | CHF 170'000 – 180'000 |
| 10 | Ingenieur (Spezialisiert) | CHF 110'000 – 165'000 |
Löhne in Gesundheit, Bildung, Bau
Essenzielle Berufe werden gut entlohnt. Eine Pflegefachkraft verdient ca. CHF 85'000/Jahr. Eine Lehrperson (Kantonsschule) startet oft um CHF 80'000 und endet über CHF 110'000. Ein qualifizierter Maurer verdient je nach GAV ca. CHF 84'000/Jahr.
Mindestlohn 2026 (Genf)
Eine wichtige Besonderheit in Genf. Am 1. Januar 2026 wurde der Mindestlohn indexiert.
Die hohen Kosten in der Schweiz
Vorsicht vor dem "Schweizer Traum". Die Löhne sind hoch, aber das Leben auch:
Reale Kaufkraft für Grenzgänger
Das ist die Gewinner-Gleichung. Mit einem Schweizer Nettolohn und Lebenshaltungskosten in Euro (Miete und Einkäufe in Deutschland/Frankreich) wird der Kaufkraftgewinn auf +30% bis +40% im Vergleich zu einem Schweizer Einwohner geschätzt.
Sozialabgaben & Steuern
Nützliche Tools
Vermeiden Sie versteckte Bankgebühren
Sobald Sie Ihren Nettolohn erhalten, kann die Überweisung auf Ihr Euro-Konto teuer werden, wenn Sie eine traditionelle Bank nutzen. Diese schlagen oft eine Marge auf den Wechselkurs auf (Aufschlag) zusätzlich zu den Überweisungsgebühren.
Beispiel: Bei CHF 4'000 bedeutet eine Marge von 1.5% einen Verlust von CHF 60 jeden Monat.
Die Lösung von Ibani
Ibani stellt Ihnen eine Schweizer IBAN (auf Ihren Namen) zur Verfügung, um Ihren Lohn gebührenfrei zu empfangen. Bei Eingang wechseln wir ihn zum echten Marktwechselkurs (viel besser als Banken) und überweisen ihn auf Ihr Konto.
| Service | Monatliche Gebühren | Wechselkurs | Ersparnis / Jahr (geschätzt) |
|---|---|---|---|
| Traditionelle Bank | Oft kostenpflichtig | Hohe Marge | 0 € |
| Ibani | 0 € | Bester Kurs | bis zu 1'000 € |
Ob Arzt, Maurer oder Lehrer: Arbeiten in der Schweiz ist eine Chance für die Karriere und den Lebensstandard. Für Grenzgänger lohnt es sich finanziell noch mehr. Sind Sie bereit für den Schritt?
Hinweis: Die in diesem Artikel präsentierten Informationen basieren auf Daten vom Januar 2026. Sie dienen nur zur Orientierung.
Daten verifiziert vom Ibani-Team bei:
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