Während die Inflation weiterhin die Ersparnisse der europäischen Haushalte aufzehrt, profitieren die 400'000 Grenzgänger in der Schweiz von einer einzigartigen wirtschaftlichen Konjunktur. Unsere jährliche Studie zeigt einen deutlichen Anstieg der realen Kaufkraft, getrieben durch einen starken Schweizer Franken, der die moderaten nominellen Lohnerhöhungen mehr als ausgleicht.
Die Schlüsselzahlen der Studie (Januar 2026)
Wir haben offizielle makroökonomische Daten (Schweiz und Eurozone/Nachbarländer) mit den auf dem Interbankenmarkt beobachteten Wechselkurstrends abgeglichen.
| Wirtschaftsindikator | Veränderung 2026 | Auswirkung für Grenzgänger | Quelle |
|---|
Lohnerhöhung Schweiz (Nomineller Durchschnitt) | + 1.0 % | Moderater Anstieg des Bruttolohns in CHF | UBS / KOF |
Wechselkurseffekt (CHF/EUR) (vs. Durchschnitt 2024) | + 2.9 % | Gewinn bei der Umrechnung in Euro | BdF / EZB |
Inflation (Eurozone/FR) (Lebenshaltungskosten) | - 0.9 % | Verlust an Kaufkraft | INSEE / Eurostat |
| NETTO-GEWINN AN KAUFKRAFT | + 3.0 % | Realer, gesicherter Gewinn | Berechnung Ibani |
*Sektor-Hinweis: Für IT/Tech-Profile erreicht die Lohnerhöhung +1.7% (Quelle: UBS), was den potenziellen Gesamtgewinn auf +3.7% erhöht.
1. Schweizer Löhne: Ein vorsichtiger Anstieg (+1.0%)
Laut der Herbstumfrage der UBS planen Schweizer Unternehmen für 2026 eine nominelle Lohnerhöhung von 1.0%. Diese Zurückhaltung erklärt sich durch die sehr niedrige Inflation in der Schweiz.
Für einen Grenzgänger ist dieser Anstieg jedoch "netto": Er kommt zum Einkommen hinzu, ohne von der Schweizer Inflation aufgezehrt zu werden, da der Konsum hauptsächlich im Euroraum stattfindet.
2. Der Wechselkurs: Der wahre Motor (+2.9%)
Dies ist der Multiplikator dieses Jahres. Der Schweizer Franken (CHF) bestätigt seinen Status als sicherer Hafen.
Vergleicht man den Durchschnittswechselkurs von 2024 mit dem Kurs Anfang 2026, beobachten wir eine strukturelle Aufwertung des Frankens gegenüber dem Euro. Konkret:
- Bei einem umgerechneten Gehalt von 5'000 CHF.
- Beträgt der monatliche Gewinn allein durch den Wechselkurseffekt ca. 140 € im Vergleich zum Durchschnitt 2024.
"Selbst mit einer schüchternen Schweizer Lohnerhöhung (+1%) ist der Grenzgänger dank des Wechselkurses der grosse Gewinner 2026 (+3%). Dies ist eine in Europa einzigartige Finanzarbitrage."
3. Warnung: Überlassen Sie diesen Gewinn nicht der Bank
Während die Konjunktur einen theoretischen Gewinn von 3.0% bietet, wird ein Teil davon oft von Bankintermediären abgeschöpft.
Unsere Studie zeigt, dass traditionelle Banken durchschnittlich eine Wechselkursmarge von 1.5% auf den Interbankenkurs anwenden. Über ein Jahr hinweg "löscht" dies die Hälfte des in dieser Studie identifizierten Kaufkraftgewinns aus.
Die Nutzung eines spezialisierten Dienstes wie Ibani ermöglicht es, diese Marge auf ein Minimum zu reduzieren und fast den gesamten konjunkturellen Gewinn zu sichern.