Lesezeit: 7 Minuten | Veröffentlicht am: 1. April 2026
Von Brice DELHOME
Der Umzug in die Schweiz ist für Expats mit einer grossen Hürde verbunden: der Stellung einer Mietkaution (bis zu 3 Monatsmieten gemäss Art. 257e OR) noch vor der Schlüsselübergabe. Im Jahr 2026, bei hohen Durchschnittsmieten, liegt diese Kaution oft zwischen 6.000 und 10.000 CHF. Es gibt zwei rechtliche Möglichkeiten: Das Geld auf einem Schweizer Bankkonto auf Ihren Namen zu sperren oder eine Kautionsversicherung (nicht erstattungsfähig) abzuschliessen. Die eigentliche Herausforderung für Neuankömmlinge besteht darin, dieses Kapital von einem ausländischen Konto (in Euro) auf das Schweizer Kautionskonto zu überweisen. Um überhöhte Bankwechselkursgebühren zu vermeiden, ermöglicht die Nutzung eines Intermediärs wie ibani die direkte Überweisung der Gelder auf das Kautionskonto zum echten Wechselkurs.
Sie haben endlich die ideale Wohnung in Genf, Lausanne oder Zürich gefunden. Die Immobilienverwaltung hat Ihre Bewerbung akzeptiert. Doch um die Schlüssel zu erhalten, müssen Sie die Bescheinigung vorlegen, die beweist, dass Ihre Mietkaution eingerichtet wurde.
Hier kommt ins Spiel, was allgemein als "das Expat-Paradoxon" bezeichnet wird:
Es ist von entscheidender Bedeutung, die Schweizer Gesetzgebung in dieser Hinsicht zu verstehen: Sie dürfen das Kautionsgeld niemals direkt auf das Konto des Vermieters oder der Verwaltung überweisen. Das Gesetz schreibt vor, dass die Gelder auf einem speziellen Spar- oder Depotkonto hinterlegt werden müssen, das auf Ihren Namen lautet. Der gesetzliche Höchstbetrag für einen Wohnungsmietvertrag ist auf drei Monatsmieten (ohne Nebenkosten) festgelegt.
Um die Situation zu lösen, hat der Mieter zwei Optionen, die jeweils sehr unterschiedliche finanzielle Auswirkungen haben.
| Das Mietkautions-Bankkonto | Die Kautionsgenossenschaft (z. B. SwissCaution) |
|---|---|
| Prinzip: Sie zahlen den gesamten geforderten Betrag (z. B. 7.500 CHF) auf ein gesperrtes Bankkonto ein. | Prinzip: Eine Versicherungsgesellschaft bürgt für Sie bei der Immobilienverwaltung. |
| Langfristige Kosten: Kostenlos. Das Kapital gehört weiterhin Ihnen. Es wird Ihnen bei Auszug (mit leichten Zinsen) zurückerstattet, abzüglich eventueller Schäden. | Langfristige Kosten: Sehr teuer. Sie zahlen eine Anmeldeprämie (z. B. 231 CHF) und dann eine jährliche Prämie (etwa 5 % des Kautionsbetrags), die nicht erstattungsfähig ist. |
| Einschränkung für den Expat: Erfordert die sofortige Verfügbarkeit eines grossen Kapitals und dessen Überweisung aus dem Ausland. | Vorteil für den Expat: Schont Ihre Liquidität während des Umzugs. Im Jahr 2026 erfordern jedoch immer mehr Kautionen die Vorlage eines Ausländerausweises B oder C für die endgültige Validierung. |
Wenn Sie sich für die finanziell rationalste Lösung entscheiden (das gesperrte Bankkonto), stellt Ihnen die Immobilienverwaltung in der Regel ein Formular der Bank zur Verfügung, mit der sie zusammenarbeitet (BCV, UBS, BCGE, Raiffeisen usw.). Sobald dieses Konto auf Ihren Namen eröffnet ist, teilt Ihnen die Bank eine Schweizer IBAN-Nummer (beginnend mit CH) mit, die finanziert werden muss.
Im Jahr 2026 erreicht eine Mietkaution aufgrund der Immobilieninflation leicht 6.000 bis 10.000 CHF. Wenn Sie eine direkte Überweisung von Ihrer Bank in Deutschland, Frankreich oder Österreich auf diese Schweizer IBAN vornehmen, wendet Ihre Bank eine Wechselkursmarge (oft zwischen 1,5 % und 2,5 %) sowie SWIFT-Gebühren an.
Das Ergebnis: Bei einer Überweisung von umgerechnet 8.000 CHF riskieren Sie, mehr als 150 Euro an versteckten Gebühren zu verlieren.
Genau hier setzt ibani an, um diesen expat-spezifischen Engpass zu lösen. Unsere Plattform ermöglicht es Ihnen, Ihr Schweizer Kautionskonto direkt aus Ihren Euros zu finanzieren, ohne vorher ein Schweizer Girokonto eröffnen zu müssen.
Die Schweizer Bank stellt dann die Hinterlegungsbescheinigung aus, Sie übergeben sie der Verwaltung, und Sie erhalten Ihre Schlüssel.
