Der Franken ist die offizielle Währung und das gesetzliche Zahlungsmittel der Schweiz und Liechtensteins. Er wird von der Schweizerischen Nationalbank (SNB) ausgegeben. Sein ISO-Code ist CHF (Confoederatio Helvetica Franc). Verfolgen Sie auf dieser Seite seine Entwicklung, bevor Sie Ihre Devisengeschäfte ausführen.
Der Schweizer Franken (CHF) nimmt eine Sonderstellung auf dem Devisenmarkt ein. Er gilt historisch als eine der stärksten und zuverlässigsten Währungen der Welt und fungiert als globaler sicherer Hafen. In Zeiten geopolitischer Unsicherheit oder internationaler wirtschaftlicher Turbulenzen tendiert der Franken zu einer massiven Aufwertung.
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) beobachtet diese Währung genau, insbesondere gegenüber dem Euro (das Kernpaar EUR/CHF), da ein zu starker Franken den Schweizer Exportmarkt benachteiligt. Für Grenzgänger und KMU ermöglicht die Verfolgung dieser großen makroökonomischen Bewegungen den optimalen Zeitpunkt für die Absicherung von Gehaltsumrechnungen oder Lieferantenzahlungen zu wählen.
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat einen Hauptauftrag: die Preisstabilität unter Berücksichtigung der konjunkturellen Entwicklung zu gewährleisten. Ihre Rolle ist aufgrund des historischen Status des Frankens als "sicherer Hafen" von entscheidender Bedeutung. In Zeiten globaler Krisen kaufen Investoren massiv CHF, was seine Bewertung gegenüber anderen globalen Währungen in die Höhe schnellen lässt.
Ein zu starker Franken bestraft die Schweizer Exportindustrie (Uhren, Pharma, Maschinen) und den Tourismus schwer, da Schweizer Produkte im Ausland sehr teuer werden. Um dieser Überbewertung entgegenzuwirken, hat die SNB historisch zwei Haupthebel eingesetzt:
Mit der jüngsten Rückkehr der weltweiten Inflation hat die SNB jedoch einen Paradigmenwechsel vollzogen und einen starken Franken toleriert, um die "importierte Inflation" zu bekämpfen und so die inländische Kaufkraft zu schützen.
Die europäische Einheitswährung wird eingeführt. Die SNB beobachtet diesen neuen Wirtschaftsgiganten aufmerksam. Der Wechselkurs schwankt damals komfortabel bei rund 1,60 CHF für 1 EUR.
Dramatischer Zufluss internationaler Kapitalien in den Schweizer "sicheren Hafen". Der Franken wertet massiv auf und zwingt die Zentralbank zu ersten aggressiven Zinssenkungen.
Angesichts der Staatsschuldenkrise in der Eurozone und der unkontrollierbaren Überhitzung des CHF legt die SNB einen Mindestkurs von 1,20 CHF für 1 EUR fest und verpflichtet sich, Euro in unbegrenzter Menge zu kaufen, um diesen zu verteidigen.
Überraschende Aufhebung des Mindestkurses. Die Schweizer Währung schnellt sofort um 30% gegenüber dem Euro in die Höhe und löst eine Schockwelle aus. Die SNB führt daraufhin den rekordtiefen Negativzins von -0,75% ein.
Zur Bekämpfung der durch die Pandemie ausgelösten weltweiten Inflationskrise nimmt die SNB mehrere aufeinanderfolgende Zinserhöhungen vor, um die Geldkosten zu normalisieren und die heimische Wirtschaft zu schützen.
Da die Inflation in der Schweiz wieder unter Kontrolle ist, leitet die SNB als erste große Zentralbank die Senkung ihres Leitzinses ein. Paradoxerweise verbleibt der CHF auf historischen Höchstständen (1 EUR = weniger als 1 CHF).
Greifen Sie schnell auf unsere speziellen Umrechner und historischen Diagramme für die wichtigsten Währungspaare mit dem CHF zu:
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